Straussenfarm Vogelpohl

Amrock

Die Tiere auf den Fotos sind unsere eigenen Tiere. Bruteier, Küken und Jungtiere auf Anfrage.

  • Gewicht Hahn: 4kg
  • Gewicht Henne: 3kg
  • Bruteigewicht: mind. 58g
  • 1. Jahr: 220 Eier
  • 2. Jahr: 200 Eier

Straussenfarm Hof Vogelpohl



Die Ursprünge der Amrock Hühner sind in den USA zu suchen, genauer in der Stadt Plymouth. Da die Amrocks dieselben Grundlagen wie die Plymouth Rocks haben, also aus Dominikanern, Javanern und Brahmas erzüchtet wurden, könnten sie eigentlich als eine Rasse gewertet werden, die sich in zwei unterschiedlichen Typen präsentiert. Sie entwickelten sich jedoch in zwei verschiedene Richtungen. Während bei den Plymouth Rocks die von den Dominikanern geerbte Streifenzeichnung mit der Züchtung von weißen und gelben Farbvarianten immer weniger Bedeutung zukam, sind Amrocks nur in der rassetypischen Streifenzeichnung zu finden. Allerdings spielte die Optik der Amrock Hühner lange Zeit kaum eine Rolle, wichtiger waren die Nutztiermerkmale. Erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, wo vermehrt Legehybriden die Industrie bedienten, wurde das Amrock Huhn mehr und mehr zum Liebhabertier und damit wurde auch den äußeren Merkmalen wieder vermehrt Beachtung geschenkt.



Farben der Amrock Hühner

Die Amrock Hühner gibt es nur in einem Farbschlag – gestreift. Dieses geschlossene Streifenbild kommt dadurch zustande, dass jede Feder mehrfach quergestreift und dabei scharf schwarz abgegrenzt ist und zudem jede Feder mit einer schwarzen Spitze endet. Außerdem besitzen die Amrocks einen genetisch bedingten Vorteil, den Hühnerzüchter sehr zu schätzen wissen: Man erkennt das Geschlecht der Amrocks schon sehr früh. Beim Hahn sind die weißen und schwarzen Streifen gleich breit, da sie den Streifen-Erbfaktor doppelt besitzen. Bei der Henne hingegen sind die schwarzen Streifen doppelt so breit, wie die weißen, wodurch sie insgesamt dunkler erscheint. Dieser geschlechtsspezifische Unterschied ist schon im zarten Kükenalter zu erkennen, denn auch hier wirkt das Hennenküken – zunächst am Kopf – durch die dickeren, schwarzen Streifen deutlich dunkler als das männliche Küken.

Kehllappen, Ohrlappen, Aufrechtkamm und Augen sind beim erwachsenen Amrock von leuchtend roter Farbe, während die Läufe ein sattes Gelb präsentieren. Allerdings bei der Henne nur zu Beginn der Legeperiode. Bei starker Legetätigkeit verblassen diese und können fast weiß werden. Das hält jedoch nur bis zur nächsten Mauser an, dann erscheinen die Läufe wieder in ihrem satten Gelb.



Körper der Amrock Hühner

Das Glockenmodell der Amrock Henne ist nur sehr vage nachzuvollziehen. Die Konturen von Rücken und Schwanz bilden zusammen mit dem Hals den Umriss einer alten, liegenden Kirchenglocke – hierfür muss man jedoch sehr genau hinsehen und die Fantasie ordentlich spielen lassen. Deutlich besser zu erkennen ist hingegen das recht hohe Gewicht der Amrocks, immerhin handelt es sich um sehr große Hühner. Das macht sich auch im Körperbau bemerkbar: Die Brust ist breit und tief, ebenso der Rumpf und der waagerecht getragene Rücken. Entsprechend des schweren Körperbaus ist der Stand mittelhoch. Diese Merkmale lassen auf einen guten Fleischansatz schließen, ebenso aber auf eine gute Legeleistung der Amrock Henne mit ihrem ausgeprägten Legebauch und dem gespreizt getragenen, breit angesetzten Schwanz.



Temperament und Eignung der Amrock Hühner

Wie bereits erwähnt handelt es sich beim Amrock um ein hervorragendes Wirtschaftshuhn. Die Henne liefert eine beachtliche Zahl an Eiern – rund 220 bis zu 60 Gramm schwere Eier im ersten Legejahr. Durch das hohe Gewicht (Hahn bis 4 Kilogramm, Henne bis 3 Kilogramm) und die guten Fleischeigenschaften, die gute Futterverwertung und die Frohwüchsigkeit besitzen Amrocks beste Zwiehuhneigenschaften. Für den Halter dieser ruhigen, freundlichen Hühnerrasse gibt es somit kaum Problematiken zu beachten. Amrocks sind sehr genügsam und leichtfuttrig, was ihnen im Alter aber schnell zum Verhängnis werden kann. Sie verfetten bei zu viel Futter recht schnell, was sich direkt auf die Legeleistung auswirkt – dicke Hennen legen kaum Eier. Ein wenig Zurückhaltung bei der Fütterung sollte daher beachtet werden. Am besten ist es, man lässt ihnen genügend Raum zum freien Auslauf. Dann suchen sich die Tierchen einen großen Teil ihres Futters selber und müssen nur sporadisch zugefüttert werden, was nicht nur der Legeleistung guttut, sondern auch dem Geldbeutel des Hühnerhalters.

Dabei sind Amrocks auch im Freilauf sehr einfach im Zaum zu halten, denn sie neigen nur in „Notfällen“ zum Fliegen, wodurch eine niedrige Einfriedung völlig ausreicht. Ein Schutzhäuschen sollte ihnen allerdings in jedem Fall zur Verfügung stehen, auch, wenn Amrocks sehr vital und bei jedem Wetter draußen anzutreffen sind, suchen sie dieses gerne als Schlaf- und Sonnenschutzplatz auf. Amrock Hühner werden bei entsprechender Geduld sehr zahm und anhänglich.

Quelle: www.huehner-haltung.de