Straussenfarm Vogelpohl

Barnevelder

Die Tiere auf den Fotos sind unsere eigenen Tiere. Bruteier, Küken und Jungtiere auf Anfrage.

  • Gewicht Hahn: 3,5kg
  • Gewicht Henne: 2,7kg
  • Bruteigewicht: mind. 60g
  • 1. Jahr: 180 Eier
  • 2. Jahr: 180 Eier
  • Eierschale: braun
  • Farbschlag: braun-schwarz-doppelt-gesäumt

Straussenfarm Hof Vogelpohl



Das Barnevelder Huhn ist eigentlich eher „zufällig“ entstanden und entspringt nicht etwa einer geplanten Rasseneuzüchtung. Lange Zeit einziges Zuchtziel war die Farbe der Eierschale. Nach ihrem Heimatort Barneveld benannt, war das Barnevelder Huhn lange Zeit örtlich auf diese Region begrenzt. Der Grund war das züchterische Ziel der holländischen Bauern: Ein Huhn, das die bei den Engländern beliebten und hervorragend bezahlten „großen, braunen“ Eier legte. Nach Möglichkeit auch noch in großen Mengen, des Profits wegen. Also kreuzte man in der Mitte des 19. Jahrhunderts die vorhandenen Landhühner mit Asiaten und Halbasiaten. In den Adern des Barnevelders fließt das Blut von Cochins, Langschans und Brahmas, später sollen auch noch Goldwyandotten und Rhodeländer eingekreuzt worden sein. Zahlreiche Rassen sind also am Aufbau des Barnevelder Huhns beteiligt, seine wirtschaftlichen Aspekte dürften aber vom Landhuhn, sowie dem Langschans stammen. Erst im Jahr 1920 wurde in Holland der erste Verein gegründet, um die Rassereinheit zu forcieren, die Farbgebung einheitlich zu gestalten und dabei der Wirtschaftlichkeit ebenfalls eine solide Richtung zu geben. Entstanden ist das Barnevelder, wie wir es heute kennen: Ein Nutzhuhn erster Klasse, das aufgrund seiner Farbgebung auch den Schauzüchter anspricht.



Farben der Barnevelder

Da das Barnevelder Huhn aus zahlreichen Rassen regelrecht „zusammengewürfelt“ wurde, war auch die Farbgebung lange Zeit völlig unkontrolliert und entsprechend facettenreich. Neben einfarbigen Hühnern gab es doppeltgesäumte, die besonders reizvoll für Schauzüchter waren. Während das Hauptaugenmerk immer mehr den doppelgesäumten Farbschlägen galt, wurden einfarbige Hühner um die vorletzte Jahrhundertwende gar nicht mehr in die Zuchtprogramme aufgenommen. Heute kommt das Barnevelder Huhn in schwarz, weiß, braun blau-doppeltgesäumt und braun-schwarz-doppeltgesäumt in fast allen Ländern vor und ist in diesen Varianten auch anerkannt. In Deutschland werden neben diesen auch noch das blaue und das dunkelbraune Barnevelder anerkannt, während das rebhuhnfarbige Barnevelder nur in England zugelassen ist. Kehl- und Ohrlappen, sowie Kamm und Gesicht sind von roter Farbe, die Augen von warmem Orangerot, während die Läufe schön gelb hervorstechen. Die Barnevelder Hühner zählen außerdem zu den Hühnerrassen, bei denen sowohl die Henne, als auch der Hahn ein äußerst attraktives Federkleid trägt und nicht nur der Hahn durch seine Pracht ins Auge fällt.



Körper der Barnevelder

Das Barnevelder Huhn ist in erster Linie ein Leistungshuhn und das sieht man ihm auch an. Sein Körper ist von geräumiger Statur (bei der Henne ausgeprägter) und mittelhoch gestellt. Es sollte nicht zu schwer sein, aber auch keinesfalls nur mit einem schönen Federkleid glänzen. Die Form entspricht einer breiten, keineswegs plumpen Walze, während Hals, Rücken und Schwanz die Form eines V bilden. Damit diese Erscheinung die nötige Eleganz aufweisen kann, sind die Rumpf- und Steuerfedern von mittlerer Länge, sollten aber keinesfalls zu kurz sein. Die Brust des Barnevelders ist dabei tief und bietet, ebenso wie die gut sichtbaren, breit stehenden Schenkel viel Platz für einen guten Fleischansatz. Die typische Form des Barnevelders ist von fließenden Übergängen ohne Ecken, Kanten oder Unterbrechungen geprägt.



Temperament und Eignung der Barnevelder

Sie sind lebhafte Tierchen, dennoch von angenehmem Temperament und charakterlicher Ruhe geprägte Hühner, die sich einfach zähmen lassen. Da es sich bei den Barneveldern um Nichtflieger handelt, kommen sie auch mit einer niedrigen Umzäunung aus – oder man hält sie gänzlich frei. Dann können sie nämlich ihrer Lieblingsbeschäftigung, der Futtersuche nachgehen und punkten bei der Wirtschaftlichkeit noch mehr. Barnevelder sind ohnehin eine sehr vitale Hühnerrasse, die sich leicht mästen lassen und den Hühnerhalter außerdem mit bis zu 180 Eiern im ersten Legejahr beglücken. Die Eier sind dabei besonders groß und von schokoladenbrauner Farbe, ähnlich den Eiern der Maran Hühner. Die Eierfarbe ändert sich allerdings im Laufe der Legeperiode. Nach einigen Wochen des Legens werden die Schalen deutlich heller. Barnevelder sind für den Einsteiger also eine „feine Sache“ – sie legen viele hübsche Eier, bringen durch einen guten Fleischansatz einiges auf den Teller (Hahn bis 3,5 Kilogramm, Henne bis 2,75 Kilogramm), sind nett anzusehen, anspruchslos, robust und leicht zähmbar. Ein kleines Manko haftet ihnen dennoch an: Barnevelder sind anfällig für die Mareksche Lähme – eine hochansteckende virale Hühnerkrankheit die mit hohen Verlusten einhergeht – und sollten daher schon als Eintagsküken vorsorglich dagegen geimpft werden.

Quelle: www.huehner-haltung.de